Systemischer Teamcoach Weiterbildung

Teamcoaching Ausbildung

5-tägige Weiterbildung zum systemischen Teamcoach: Teams sicher, systemisch und zeitgemäß weiterentwickeln

Diese intensive & kompakte Weiterbildung, die unter dem Dach des Campus am See bei München ausgerichtet wird, unterstützt Sie in der nachhaltigen Weiterentwicklung und der Begleitung von Gruppen und Teams und der stimmigen Potentialentfaltung ihrer Mitglieder.

Basierend auf klassischen Teamentwicklungstheorien, aber auch auf Ansätzen aus dem New Work und dem agilen Arbeiten, werden Situationen und Entwicklungswege aufgezeigt, um Teams voranzubringen. Die Teilnehmer*Innen erleben die genannten Ansätze nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, und gewinnen mit Hilfe vielfältiger Methoden Einblicke, wie Teamentwicklung und Teamcoaching heute aussehen kann.

Nach Abschluss der Weiterbildung haben die Teilnehmer*Innen klare Vorstellungen über den weiteren Weg und haben Lust darauf, direkt loszulegen.

 Auch interessant? Unsere Teamcoaching und Facilitation Ausbildung: 15 Präsenztage, verteilt auf fünf Module – vier in Berlin und ein fünftägiges Retreat-Modul in der Natur // Ganzheitlicher Ansatz – Teams entwickeln, Prozesse begleiten, New Work einführen, Konflikte lösen // mit realem Praxiseinsatz…mehr erfahren 

Für wen eignet sich die Teamcoaching Weiterbildung?

Die Weiterbildung im fundierten und anspruchsvollen Kompaktformat richtet sich an Entwicklungsfreudige mit systemischer “Vorbildung”. An Coaches, Berater*Innen, Führungskräfte, Projektleiter*Innen, Personaler*Innen, Scrum Master und Agile Coaches.

Sie sollten also bereits eine systemische Grundausbildung mitbringen. Vorerfahrung in der Arbeit mit Gruppen ist ein Plus, aber kein Muss.

Was Sie erwartet

Wir haben die Weiterbildung in vier ineinandergreifende Stufen aufgebaut, die folgendermaßen aussehen:

  1. Einstieg, Design und Steuerung eines Gesamt-Teamentwicklungsprozesses
  2. Ableitung und konzeptionelle Gestaltung sinnvoller Maßnahmen und Workshops, die den Gesamtprozess unterstützen
  3. Sichere Durchführung der Maßnahmen und Workshops
  4. Klarheit in der eigenen Haltung entwickeln

Im Anschluss können Sie kompetent – und mit Freude – Teamentwicklungsprozesse und -workshops leiten.

Die vier Stufen

1. Stufe: Einstieg, Design und Steuerung eines Gesamt-Teamentwicklungsprozesses

Wie gestalte ich die Auftragsklärung? Welche Anlässe für einen Auftrag könnte es geben, wie sehen möglich Interventionen aus? Mit Antworten auf diese Fragen setzen wir uns in der ersten Phase auseinander.

Dazu ist es grundlegend wichtig das Team näher kennenzulernen, zu erfassen, welche Entwicklungen möglich sind, Ziele zu benennen und zielführende Prozesse und Wege aufzuzeigen.

Hilfreiche Tools können Kenntnisse über Teamdynamiken, Teamrollen und psychologische Typologien sein, aber auch aktuelle New Work Grammatiken, um Teams auf ihrem evolutionären Weg in Richtung zu mehr Selbstorganisation, zu ganzheitlich-sicheren Feedbackräumen, mehr Authentizität und sinnstiftendem Arbeiten zu begleiten.

Sie werden Klarheit darüber erlangen, welche Wege sich anbieten und welche (noch) nicht förderlich sind.

Die Lernziele dieser Stufe auf einen Blick:

  • Auftragsklärung: Wo steht das Team, wo möchte es hin und was ist aus dem Blickwinkel der Praxis sinnvoll?
  • Klarheit und aufrichtige Bestandsaufnahme: Bin ich die/der Richtige, um diesen Prozess zu unterstützen?
  • Einordnung in die Grundgrammatik des New Work Loop Approaches und der fünf Entwicklungsstufen nach Frederic Laloux (Reinventing Organisations)
  • Einordnung in die Tuckman Teamphasen hin zum Performing Team, im Einklang mit dem Potential der Beteiligten
  • Klare und evolutionäre Zieldefinition: Welche Entwicklungsziele passen zum System, zur Organisation, zum Team und zu den Beteiligten? Was könnte nach dem Erreichen des Ziels noch geschehen?
  • Entwicklung einer Steuerungs- und Kommunikationsarchitektur für den gesamten Prozess.

In dieser zweiten Stufe beschäftigen wir uns mit der Kunst, einen Workshop zu designen, der sich an den Zielen des Gesamtprozesses ausrichtet. Die einzelnen Workshopelemente sollten stimmig aufeinander abgestimmt sein, so dass im Verlauf immer klar ist, warum der Schritt, den man gerade geht, wichtig ist.

Dabei ist das „Diamond Model of Participation“ (siehe Grafik) eine gute Grundlage. Mit den entsprechenden Tools können wir Gruppen aus der „comfort zone“ in die sogenannte „groan zone“ – die Stöhnzone – begleiten, in der dann Ziele erreicht, Konflikte besprochen und Neues gelernt werden kann. Im abschließenden Teil des Diamond-Models will das Neue integriert und nachhaltig für die Zukunft verankert werden.

diamond_model_participation

Die Lernziele dieser Stufe auf einen Blick:

  • Wie kreiere ich ein sinnvolles, klares und kreatives Workshopkonzept?
  • Wie sieht meine „Easy Agenda“ aus? Das ist der Workshopablauf, auf den ich mich immer verlassen kann, selbst im Falle von Konflikten oder Störungen oder wenn ich meinen Plan spontan ändern muss
  • Wie sehen gute Workshopmethoden heutzutage aus? Wir erarbeiten uns praktisch ein Methodenportfolio, wie z. B. psychologische Typologien (inkl. Kurztest), Teamrollen, Methoden zu Konflikten und Spannungen, Kreativitäts-Tools, Methoden und Ideen zur Einführung von New Work und Reinventing Organisations, Grundlagen zu rollenbasiertem Arbeiten und Selbstorganisation, Feedback-Kultur und Gewaltfreie Kommunikation, Circle of Influence, Mini-Aufstellungen, Methoden zur Unterstützung von Achtsamkeit und das Etablieren von Multiperspektivität.

3. Stufe: Sichere Durchführung der Maßnahmen und Workshops

In dieser Phase der Weiterbildung geht es vor allem um Präsenz und die Fähigkeit, mit Nicht-Wissen umzugehen. Gut geplante Workshops können Selbstläufer sein, aber auch das Gegenteil ist möglich. Eine grundlegende Qualität für Team-Coaches und Teamentwickler*Innen ist deshalb die Offenheit gegenüber ungeplanten Situationen. In diesen Momenten sind wertschätzende Präsenz, Mut zum Nicht-Wissen und Klarheit für mögliche nächste Schritte unabdingbar.

Die Lernziele dieser Stufe auf einen Blick:

  • Gut verständlich in die einzelnen Punkte der Agenda einführen
  • Durch Haltung und Sprache Arbeits- und Entwicklungsräume öffnen
  • Die Gruppe arbeitsfähig halten. Wie gehe ich mit Ungeplantem, mit Störungen und Konflikten um?
  • Dynamiken und „Betriebstemperaturen“ wahrnehmen und lenken, ohne dabei sich und die Gruppe aus dem Blick zu verlieren
  • Wie sieht eine gelungene Balance aus klarer Führung und Laufenlassen aus?
  • Permanenter Integraler Check: Kommt jedeR einzelne mit? Sind die Fähigkeiten für den
  • Moment passend? Wie steht es um das Miteinander und die kulturellen Aspekte des
  • Teams? Sind die Prozesse adäquat oder braucht es Anpassungen?
  • Harvesting: Ergebnissen sichern und ihre Nachhaltigkeit gewährleisten

4. Stufe: Klarheit in der eigenen Haltung entwickeln

Wie innen, so außen. Wie oben, so unten. Oder, um es konkret zu formulieren: Was wir in unserem Inneren erleben, (aus-)halten und ermöglichen können, können wir auch im Außen unterstützen. Das gilt sowohl für uns Teamentwickler*Innen als auch für die Teilnehmer*Innen unserer Workshops. In dieser vierten und letzten Stufe beschäftigen wir uns deshalb mit der Haltung.

Die Haltung, die wir unterstützen und lehren:

  • Wir haben einen integralen Blick. Unsere Aufmerksamkeit gilt sowohl dem einzelnen Menschen, seinen Fühl- und Denkmustern, seinem Verhalten und seinen Fähigkeiten. Als auch der kollektiv-
  • systemischen Teamkultur und den Abläufen und Prozessen
  • Unsere Haltung ist systemisch. Die/der Teamentwickler*In bringt die Dinge in den Fluss und ermöglicht Entwicklung, aber die Lösung entsteht von innen.
  • Wir leben „Deep Democracy“. Jede Stimme ist wichtig und wird gehört.
  • Wir sind mal führend, mal abwartend. Als Coaches agieren wir im Spannungsfeld von aktiver Leitung und präsentem Raumhalten.
  • Unsere Haltung ist transparent und wertschätzend. Als Teamcoach sind wir aufrichtig, handeln aus dem Herzen und aus innerer Klarheit heraus.
  • Wir arbeiten mit New Work Prinzipien nach Frederic Laloux. Ganzheitliche sichere Feedback-Räume, Prinzipien der Selbstorganisation und evolutionärer Sinn – wo Teams bereit sind, öffnen wir Entwicklungs-Möglichkeiten in diese Richtung.

Ausrichterin & Location: Campus am See by Cary Buraty

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Anmeldung: Wenn Sie teilnehmen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail oder gehen Sie über das Kontaktformular.

Lehr-Coach Heiner Diepenhorst

Heiner ist seit mehr als 10 Jahren erfolgreich als Facilitator, Teamentwickler und Teamcoach tätig. Seit einigen Jahren gibt er seine Erfahrung als Lehrcoach für Teamcoaching- und Facilitation-Ausbildungen weiter. Außerdem betreibt er die Plattformen coachingberlinmitte.de und teamentwicklung-lab.de und ist Co-Founder des Sensing the Essence Institut für Facilitation.

Die Ansätze des New Work bzw. Neuem Arbeiten bilden die Eckpfeiler seiner Arbeit. In erster Linie bedeutet New Work für ihn „Natürliches Arbeiten“, d.h. der Mensch spürt in seiner Arbeit den Sinn seines Tuns, darf sich in seiner Authentizität zeigen und arbeitet selbstverantwortlich.

Diese Qualitäten in Teams und Organisationen zu entwickeln, bildet den Kern seiner Tätigkeit, wobei er achtsam und offen auf Möglichkeiten und Grenzen des Teams achtet.

Als Lehr-Coach hat er bereits zahlreiche Teamentwicklungsmaßnahmen supervidiert und bringt fundiertes und umfangreiches Wissen über typische Risiken und Potentialfelder bei werdenden Teamentwickler*Innen und Teamcoaches mit, von dem die Teilnehmer*Innen unmittelbar profitieren können.

Methodik der Teamcoaching Weiterbildung

Prework im Vorfeld

Um die fünf Präsenztage optimal nutzen zu können, werden wir als Vorbereitung in den vorangehenden Wochen pro Woche jeweils ein Lernfeld öffnen, das sich mit von uns didaktisch interessant aufbereitetem, teilweise interaktivem, Lernmaterial erschlossen wird. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit liegt bei 45 bis 60 Minuten pro Einheit.

Themen der Lernfelder sind u.a. New Work, Gewaltfreie Kommunikation (nach Rosenberg), der Prozess der Auftragsklärung, Achtsamkeit & Mindfulness in der Teamentwicklung und die Haltung des Teamcoaches.

Präsenztage & Folge-Call

In den fünf Präsenztagen warten Talks mit Simulationen, Reflexionen, Übungen in Kleingruppen, Mini-Aufstellungen und Fallarbeit auf dich.

In der Folgezeit wird es nach einigen Wochen einem längeren Zoom-Call geben, in dem alle Teilnehmenden die Möglichkeit haben, über erste Erfahrungen, Erfolge und Lernfelder zu berichten sowie aufgetauchte Fragen zu stellen und beantworten zu lassen.

Darüber hinaus sind alle Theorieneinheiten und Übungen der Prework-Phase und der Weiterbildung selbst in einem passwortgeschützten Online-Bereich ohne zeitliche Begrenzung abrufbar, so dass Du das Wissen zu einzelnen Themen jederzeit vertiefen kannst.

Termine und Modalitäten

Investition

Für die 5-tägige Weiterbildung inkl. 16 Stunden Pre-/Post-Work: 2.950,00 €* (inkl. Pausensnacks und Getränke)

Bei Buchung bis 31.5.2022 Early Bird: 2.650,00 €*

*Alle Preise zzgl. gesetzlicher USt. und optionaler Mittags-Verpflegung
Die Teilnahmebedingungen für diese Weiterbildung finden Sie hier.

Location

Die Weiterbildung findet im Fabrikloft des Campus am See in der Alten Fabrik in Seefeld statt. Mehr über die Location erfahren Sie hier: Campus am See – Alte Fabrik

Termine und Zeiten

Die Ausbildung hat fünf Präsenztage. Die nächsten Durchgänge finden statt:

  • 26.-30. September 2022
  • 06.-10. Februar 2023

Die Präsenzeinheiten finden Montag bis Donnerstag von 9.30 Uhr bis 18 Uhr statt. Am Freitag endet die Weiterbildung um 15 Uhr.

TeilnehmerInnen-Zahl

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt bei dieser Weiterbildung 8 Personen.

Die maximale Gruppengröße umfasst 18 Personen.

Anmeldung: Wenn Sie teilnehmen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail oder gehen Sie über das Kontaktformular.

Siehe auch: Offenes Führungskräftetraining | Teamcoaching Teamentwicklung Kontakt

Leicht ist, was kommen darf.
Bert Hellinger

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